Botschaft von Portugal in Berlin

Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

20 Jahre Literaturnobelpreis für José Saramago auf der Frankfurter Buchmesse | Vorstellung der deutschen Sonderausgabe des Jornal de Letras zur Literatur portugiesischer Sprache

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20 Jahre Literaturnobelpreis an den portugiesischen Schriftsteller José Saramago werden von der Botschaft von Portugal, dem Instituto Camões Berlin und dem Jornal de Letras, auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die vom 10. bis 14. Oktober stattfindet, gefeiert.   

Am heutigen 8. Oktober 2018, dem Tag an dem wir die Ankündigung der Verleihung des Literaturnobelpreises an José Saramago vor 20 Jahren auf der 50. Frankfurter Buchmesse  feiern, wird die erste deutsche Ausgabe des Jornal de Letras erscheinen, die in ihrer Gänze der Literatur in portugiesischer Sprache gewidmet ist. Diese Sonderausgabe wird am Donnerstag, den 11. Oktober am Portugal-Stand der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ab 10. Oktober auf Portugiesisch auf der Internetseite des JL  (www.jornaldeletras.pt) zu lesen sein.

Diese erste Sonderausgabe, die zur Verteilung in Deutschland bestimmt ist, beinhaltet die Sichtweise zweier Verleger und zweier Übersetzer über die Literaturen in portugiesischer Sprache, die Perspektive des Buchhändlers Teo Ferrer de Mesquita, Selbstbildnisse dreier mit dem Prémio Camões ausgezeichneter Schriftsteller, Texte der Journalisten Miguel Real e António Carlos Cortez über den portugiesischen Roman und die portugiesische Poesie sowie literarische Kolumnen von und über verschiedene Schriftsteller, die an literarischen Programmen in der Bundesrepublik teilgenommen haben oder eine zentrale Rolle im Panorama deutschsprachiger Ausgaben von Autoren portugiesischer Sprache einnehmen.

„Die portugiesische Sprache ist heute eine der am meisten wachsenden europäischen Sprachen“ sagt der Botschafter von Portugal in Deutschland João Mira Gomes in der Ausgabe des JL. „Von diesem Szenarium ausgehend haben die Botschaft von Portugal in Deutschland und das Camões Berlim ihre kulturdiplomatische Arbeit entwickelt. Hierzu gehört, in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur, auch die Förderung des Buches und der Literatur.”

Die Deutsche Sonderausgabe des JL, die diesen Meilenstein in der Geschichte der portugiesischen Literatur feiert, ist außerdem Teil des großen Projektes Portugal Gastland auf der Leipziger Buchmesse 2021 und wird bis zu diesem Datum noch fünf weitere Sonderausgaben beinhalten.

„Für den Auftritt Portugals als Gastland der Leipziger Buchmesse nimmt die Literatur eine zentrale Rolle ein und die bereits eingeleiteten Schritte haben zu einem Dialog beigetragen“ unterstreicht die Kulturrätin und Direktorin des Camões Berlin, Ana Patrícia Severino. „Die Einladung als Ehrengast der Leipziger Buchmesse 2021 ist auch Ergebnis unserer Arbeit: Portugal ist seit 2016 mit einem Stand und einer Delegation von Autoren auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Auf der Frankfurter Buchmesse werden Autorenlesungen veranstaltet, es wurde ein Residenzstipendium für Autorinnen und Autoren ins Leben gerufen, das dieses Jahr zum dritten Mal vergeben wird, jährlich finden Besuche deutschsprachiger Verleger in Lissabon statt, eine Initiative, die jetzt auf andere Länder ausgeweitet wird. Als Ergebnis dieser Anstrengungen sind in jüngster Zeit Bücher bisher unveröffentlichter Autoren in Deutschland erschienen, wie Hélia Correia (Gewinnerin des Prémio Camões 2015), Raquel Nobre Guerra und Isabela Figueiredo, die in den Jahren 2016 bis 2018 zu den Autorendelegationen auf der Leipziger Buchmesse gehörten.“

In seinen einleitenden Worten schreibt José Carlos de Vasconcelos, Direktor des JL: “Es ist dem Jornal de Letras, Artes e Ideias, kurz JL eine besondere Freude und Ehre, diese Ausgabe auf Deutsch zu veröffentlichen, getreu unseren Grundsätzen, Literatur und Kultur Portugals sowie unserer Sprache, die in acht Ländern auf allen Kontinenten 260 Millionen Menschen gemeinsam ist, zu würdigen und zu verbreiten. Getreu diesen Grundsätzen und natürlich dem, wie wir in nun 38 Jahren, zunächst vierzehntägig, dann wöchentlich, nun wieder vierzehntägig gearbeitet haben, ohne einmal „ausgefallen“ zu sein, als Zeitung für literarisches Schaffen, Kultur und Denken, die es auf Portugiesisch in dieser Form nur einmal gibt.”

Seit seiner Gründung im Jahr 1981 ist das Jornal de Letras (JL) das Vehikel in Portugal, das beständig und in aller Vorzüglichkeit die Literaturen portugiesischer Sprache fördert, sodass es für das JL auf der Hand lag, sich dem Projekt Portugal als Gastland der Leipziger Buchmesse anzuschließen.

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