Embaixada de Portugal na Alemanha

Ministério dos Negócios Estrangeiros

“O Espaço Económico da CPLP – Português como Língua de Negócios”

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O Embaixador de Portugal, João Mira Gomes, participou ontem no evento “O Espaço Económico da CPLP – Português como Língua de Negócios”, organizado pelo Grupo CPLP, que teve lugar na Brasilianische Botschaft in Berlin - Embaixada do Brasil em Berlim . Teve por objetivo divulgar o potencial económico da CPLP e reforçar as relações económicas entre os seus países-membros e a Alemanha.

Contou com os seguintes oradores: a Diretora-Geral da CPLP - Comunidade dos Países de Língua Portuguesa, Dra. Georgina Benrós de Mello, o Prof. Dr. Luís Reto (ISCTE-IUL) e o Diretor do Departamento da Investigação e da Política para a Indústria e a Economia da Confederação das Indústrias Alemãs (BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie), Dr. Klaus Günter Deutsch.

O evento insere-se no conjunto de atividades comemorativas do ‘Dia da Língua Portuguesa e da Cultura na CPLP’ organizadas pela Embaixada de Portugal e pelos Consulados-Gerais de Portugal na Alemanha em 2018. No cocktail de encerramento foram servidos vinhos portugueses gentilmente fornecidos pela Luso Weinimport.

Por ocasião deste evento, breve informação elaborada pela BDI relativa às relações económicas da Alemanha com os Países de Língua Portuguesa:

Information des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI)
Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands zu den Ländern der CPLP

Die Gemeinschaft der portugiesisch sprachigen Länder (CPLP) umfasst neun Staaten mit etwa 255 Millionen Einwohnern in fünf Kontinenten. Die Wirtschaftsbeziehungen dieser Länder zu Deutschland sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die Gemeinschaft und ihre Wirtschaftsorganisationen (Unternehmervereinigung der CPLP – CE CPLP sowie die Vereinigung der Exporteure der CPLP) tragen dazu bei, gerade den kleineren Ländern zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Damit kann die CPLP für Deutschland zu einem Einstiegstor für die Länder werden, die bisher noch nicht so stark von Handel und ausländischen Investitionen profitieren.

Unter allen Ländern der CPLP hat Deutschland die engsten Beziehungen zu Portugal. Beide Länder verbindet eine lange und stabile Partnerschaft. Mit einem Volumen von 15,2 Mrd. Euro ist Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner Portugals. Seit über 100 Jahren sind deutsche Unternehmen mit Produktionsstandorten in Portugal präsent (Bosch, Siemens). Sie schätzen Portugal sehr aufgrund der guten Investitionsbedingungen, flexibler Arbeitnehmer und der guten Arbeitsqualität. Auch die Offenheit der portugiesischen Regierung bezüglich digitaler Entwicklungen zieht Investoren an. In einer Veranstaltung mit der portugiesischen Botschaft im Januar haben wir auf Chancen hingewiesen, die Portugal im Bereich Digitalisierung und neuer Technologien bietet. Gleichzeitig dient Portugal als Sprungbrett für andere außereuropäische Märkte. Bereits in Portugal aktiv, fällt es leichter, die sprachliche und kulturelle Hürde zu überwinden, die besonders mittelständische Unternehmen häufig hemmt.

Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Etwa 1600 deutsche Unternehmen sind in Brasilien angesiedelt, ein Teil davon schon seit über 100 Jahren, wie etwa Siemens und Bayer. Sie sind für 250.000 Arbeitsplätze und 10% der industriellen Wertschöpfung des Landes verantwortlich. Aus Sicht des BDI könnten Strukturreformen, die Modernisierung der Infrastruktur sowie ein Doppelsteuerungsabkommen die Rahmenbedingungen für Investitionen deutlich verbessern. Ebenso wird ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur gebraucht, um einem gemeinsamen Markt von rund 800 Millionen Menschen Schubkraft zu verleihen. Ein Abschluss des Abkommens noch in diesem Jahr muss daher unser Ziel sein.

Dynamische Wirtschaftsbeziehungen bestehen mit Angolaund Mosambik. In beiden Ländern bestehen Vertretungen der AHK südliches Afrika, seit 2010 in Luanda, seit 2014 in Maputo. Angola ist drittgrößter Abnehmer deutscher Waren in Subsahara-Afrika. Über 20 bedeutende deutsche Unternehmen haben Niederlassungen in Angola, darunter Volkswagen, Bosch, DHL, Merck, Siemens und Voith. Das Potenzial der Beziehungen ist sehr groß. Der Abschluss eines Doppelbesteuerungsabkommens, worüber derzeit verhandelt wird, wird zusätzlich zu einer positiven Entwicklung beitragen. Das Interesse deutscher Unternehmen an Mosambik hat deutlich zugenommen. Ein Beispiel deutscher Investitionen ist das Unternehmen Graphit Kropfmühl, das hier seit 2017 Graphit abbaut und weitere Investitionen plant. Im Bereich Tourismus und Landwirtschaft besteht ebenfalls viel Potenzial.

Die Wirtschaftsbeziehungen zu den anderen Mitgliedsländern der CPLP in Afrika sind deutlich weniger ausgebaut. Hier ist bisher eine gewisse Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf Grund schwieriger Rahmenbedingungen zu erkennen. Dringend notwendig sind Investitionen in Infrastruktur, Bildung und eine Diversifizierung der Wirtschaft. Deutsche und internationale Unternehmen sind bisher meist nur in der Rohstoffgewinnung engagiert, so etwa in Guinea-Bissau.Potenzial besteht aber auch in der Landwirtschaft. In Kap Verde und São Tomé entsteht durch die wachsende Anzahl von Touristen erhöhter Bedarf an Nahrungsmitteln. Im Bereich erneuerbarer Energien könnten sich ebenfalls Chancen eröffnen. Das Startup SINN Power beteiligt sich gerade an einem Demonstrationsprojekt für Wellenenergie. Großer Aufholbedarf besteht auch in Äquatorialguinea als drittgrößter Ölproduzent südlich der Sahara. Diversifizierung könnte dafür sorgen, weitere Exportprodukte zu erzeugen und Investoren anzuziehen.

Der BDI engagiert sich in der Subsahara-Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) dafür, deutsche Unternehmen auf dem Weg nach Afrika zu unterstützen. Eine der wichtigsten Veranstaltungen der Initiative ist der „German African Business Summit“ (GABS), der 2019 zum dritten Mal stattfinden wird (in Ghana).

In Bezug auf Timor-Leste müssen auch hier in Südostasien neue Wirtschaftsbereiche erschlossen werden, um die Abhängigkeit von Öl- und Gaseinnahmen in diesem Mitgliedsland der CPLP in Asien zu verringern. Das Potenzial im Tourismus und Ertragssteigerungen im landwirtschaftlichen Bereich müssen für Exportsteigerungen genutzt werden, was beim Kaffee bereits gut funktioniert. Deutschland ist neben den USA größter Importeur von Kaffee aus Timor-Leste.

Die CPLP kann einen entscheidenden Beitrag leisten, deutschen Unternehmen den Weg auch in weniger bekannte Märkte des portugiesisch sprachigen Raumes zu ebnen.

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